BVVA NEWS

20.10.2020

BVVA begrüßt Rechtssicherheit für die Heimversorgung

Versorgungsapotheker zum Patientendatenschutzgesetz

Der Bundesverband der Versorgungapotheker (BVVA) begrüßt, dass durch das am 20. Oktober 2020 in Kraft getretene Patientendatenschutzgesetz (PDSG) die Zusammenarbeit der heimversorgenden Apotheken mit stationären Pflegeeinrichtungen und behandelnden Ärzten in der Arzneimittelversorgung der Bewohner als gesetzliche Ausnahme vom apothekenrechtlichen Abspracheverbot bestätigt worden ist. „Wir freuen uns, dass durch diese Klarstellung des Gesetzgebers die unbegründeten juristischen Auseinandersetzungen über die notwendige Koordination und Kooperation zwischen den Heilberufen in der gesundheitlichen Versorgung der Heimbewohner ausgeräumt sind,“ erklärte Achim Gondermann, stellvertretender Vorsitzender des BVVA.

In der Vergangenheit war die Zulässigkeit dieser Zusammenarbeit wiederholt mit der Begründung bestritten worden, dass eine ausdrückliche Ausnahmeregelung in § 11 Apothekengesetz fehle. Die seit heute geltende Fassung der Bestimmung sieht nun ausdrücklich vor, dass das Verbot, Absprachen über die Zuführung von Patienten oder die Zuweisung von Verschreibungen zu treffen, nur gilt, „soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist“. In der Begründung dazu wird ausdrücklich der Vertrag genannt, den der Inhaber einer Erlaubnis zum Betrieb einer öffentlichen Apotheke nach § 12a des Apothekengesetzes mit dem Träger der Heime zu schließen hat. Die Ausnahme gilt nur für die Bewohner der Einrichtung, die auf eigenen Wunsch an der zentralen Versorgung durch die heimversorgende Apotheke teilnehmen.

Gondermann, heimversorgender Apotheker und Mitinhaber der Oranien Apotheke in Bad Camberg, appellierte an seine heimversorgenden Kollegen, sich stärker im BVVA zu engagieren: „Nur mit einem starken Fachverband werden wir in der Lage sein, weitere Verbesserungen für die heimversorgenden Apotheken und die gesundheitliche Versorgung der Heimbewohner zu erreichen.“ Zu den aktuellen Forderungen des BVVA gehört die Honorierung besonderer pharmazeutischer Dienstleistungen bei der Heimversorgung, die rasche Vernetzung mit den Pflegeeinrichtungen im Rahmen der Telematikinfrastruktur und die Einführung eines Versorgungsvertrages mit ambulanten Pflegediensten, die Arzneimittel für die von ihnen betreuten Patienten beschaffen und aufbewahren.

Als Bundesverband der pharmazeutischen Spezialversorger vertritt der BVVA die öffentlichen Apotheken, die sich in besonderen Versorgungsbereichen engagieren. Der BVVA bietet seinen Mitgliedern eine Plattform für den fachlichen und gesundheitspolitischen Austausch, veranstaltet jährlich einen Fachkongress mit namhaften Gastrednern und Referenten zu allen Spezialversorgungsbereichen und vertritt die gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder gegenüber dem Gesetz- und Verordnungsgeber auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene. Er ist Herausgeber des im Deutschen Apotheker Verlag erscheinenden Mustervertrages zur Heimversorgung nach § 12a Apothekengesetz. Der Mustervertrag ist in diesem Jahr in einer vollständig überarbeiteten Neuauflage erschienen.

Neu erschienen:

Hilko J. Meyer
Mustervertrag zur Heimversorgung nach § 12a Apothekengesetz

Ordner Heimversorgung

Herausgegeben und empfohlen vom BVVA

Ringordner mit Erläuterungen, Vertragsmustern, Zusatzvereinbarungen und Musterformularen, 226 Seiten, Stuttgart 2020
Bezug: Deutscher Apotheker Verlag, ISBN 978-3-7692-7602-2.




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